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Es geht wieder nach Berlin

Ob erlaubt oder nicht. Am kommenden Wochenende werden wieder Millionen gegen das Corona-Regime demonstrieren.

Von Hendrik Sodenkamp

Für den 28. und 29. August 2021 laden mittlerweile 92 Initiativen zu einer Großdemonstration der Demokratiebewegung in Berlin ein. An diesen Tagen jährt sich die Millionendemonstration, die auf dem Großen Stern der Hauptstadt stattfand.

Nach den zerschlagenen Demonstrationen an Pfingsten in Berlin und am 24. Juli 2021 in Kassel war der Demokratiebewegung am 1. Augustwochenende eine befreiende Versammlung gelungen. Die Strategie: Dezentralität, Entschlossenheit und Mobilität. An dieses Vorgehen wird die nächste Versammlung anknüpfen.

Ein Rückblick: Die Versammlung Anfang August war vom Stuttgarter Bündnis Querdenken um Michael Ballweg und Ralf Ludwig angemeldet worden, außerdem ein Umzug von Dutzenden Berliner Initiativen. Demozug und Kundgebung waren von der politischen Justiz verboten worden, jedoch kam es kurzerhand zu spontanen und massenhaften Spaziergängen durch die ganze Stadt. Die Polizei war überfordert, konnte die friedlichen Versammlungen nicht eindämmen und griff in ihrer Verzweiflung an einigen Stellen in solch brutaler Weise zu, dass sogar der UN-Sonderberichterstatter für Folter, Nils Melzer, intervenierte. Eine Untersuchung der untragbaren Berliner Vorgänge wurde eingeleitet.

Unter diesem Eindruck kann man davon ausgehen, dass sich die Polizeitruppen am letzten Augustwochenende zurückhalten werden. Ansonsten würde ihnen für alle Zeit der Ruf einer durchdrehenden Schlägerbande anhängen. »Nicht alle Polizisten sind von Propaganda und Drogen aufgeputschte Frauenschläger«, erklärte dem DW eine Polizeibeamtin, die namentlich unerkannt bleiben möchte. »Sehr viele Kollegen schämen sich für das ekelhafte Verhalten unserer meist sehr jungen Kollegen auf den Versammlungen. Viele von uns lehnen auch die Corona-Politik und den Impfzwang der Regierung ab. Wir werden uns nicht für einen Bürgerkrieg gegen unsere Mitmenschen instrumentalisieren lassen.« – Solche Aussagen machen Hoffnung.

Die Versammlungen am 28. und 29. August 2021 werden dieses Mal, auf ausdrücklichen Wunsch Michael Ballwegs, nicht zentral organisiert. Dieser sagte gegenüber dem DW im Hinblick auf die vergangene und die kommende Großdemonstration in Berlin: »Die Demokratiebewegung ist selbstständig geworden. Jeder hat gesehen, dass es um das verantwortungsvolle Handeln aller geht, nicht nur dem weniger Organisatoren. So werden wir weitermachen.«

Zentraler Tag wird der 28. August 2021 sein. Der angemeldete Aufzug startet um 11 Uhr Unter den Linden Ecke Friedrichstraße, von dort aus geht es Richtung Regierungsviertel, über die Spree zur Charité, dann quer durch die Stadt zum Alexanderplatz und von dort über die Leipziger Straße zum Potsdamer Platz mit dem finalen Ziel einer Endkundgebung am Brandenburger Tor.

In Anbetracht der angemessen langen Strecke ist wohl festes Schuhwerk zu empfehlen. Das internationale Netzwerk World Freedom Alliance um den aufklärenden Arzt Heiko Schöning hat für den Nachmittag eine Großkundgebung angemeldet. Hier werden international renommierte Experten und Gegner der zerstörerischen Corona-Politik sprechen. Die Organisatoren empfehlen, sich auf alle natürlichen und politischen Wetterlagen einzurichten.

Für den 29. August 2021 sind weitere Versammlungen in Planung. Gegenüber dem DW schrieb einer der Organisatoren geheimnisvoll: »Lasst Euch überraschen. Es wird ein Feuerwerk der Demokratie.« In Anbetracht der mittlerweile 17-Monatigen Versammlungserfahrung der Beteiligten darf man mit Grund gespannt sein. Für Informationen wurde der telegram-Kanal t.me/aufzug28082021 eingerichtet. »Hier bekommt man alle wichtigen Informationen: Verbot hin oder her«, so Dolli B. – eine der zentralen Organisatoren.

Grundsätzlich sei es wichtig, mobil zu bleiben und sich eigenverantwortlich in der Stadt zu bewegen. Am ersten August hatten sich hierfür leihbare Fortbewegungsmittel angeboten, seien es E-Roller, Fahrräder oder Autos. »Taxis sind auch Autos«, stellt ein Berliner Demokrat im Telefongespräch klar. »Die meisten Berliner Taxifahrer sind außerdem auf unserer Seite. Sie sind beim Idiotentest nicht durchgefallen.« Eine Berliner Taxirufnummer sei 030 44 33 22.

Im Gespräch mit den Organisatoren entsteht der Eindruck, dass diese auf alle Eventualitäten vorbereitet sind. Die Demonstrationen der Franzosen, Engländer und Australier haben motiviert und es werden wohl Millionen in die Hauptstadt kommen. Der Druck von der Straße bleibt hoch für das Regime. Die Frage ist schon lange nicht mehr ob, sondern nur noch wie es untergehen wird.





Dieser Text erschien in Ausgabe N° 59 am 20. Aug. 2021




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