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STURM IM REAGENZGLAS

Hintergründe der Lieferengpässe beim BionTech-Impfstoff: Vorspiel zu neuer Produktionssteigerung

Von Hermann Ploppa

Die Aufregung ist mal wieder groß. Da hatten doch unsere Politiker einen »Silberstreif am Horizont« versprochen. Die neuen genetisch aktiven Impfstoffe von BionTech und Pfizer versprechen eine Beendigung von Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie.

Nun soll es also losgehen in Impfzentren und Pflegeheimen. Doch schon gerät unser Bundesgesundheitsminister Jens Spahn unter Beschuss. Denn das französische Pharmaunternehmen Sanofi musste seine Lieferungen für das gesamte Jahr 2021 absagen. Eine »nationale Schande für Frankreich«, wie die Presse urteilte. Aber zumindest das deutschamerikanische Tandem BionTech/Pfizer liefert zuverlässig, hieß es. Allerdings kam nun auch von dort die völlig unerwartete Ansage, man könne erst einmal nicht die volle Lieferkapazität garantieren. Genaue Zahlen sind unbekannt. Aber Norwegen soll jetzt statt 43.875 Dosen des Corona-Impfstoffes zunächst nur 36.075 Dosen bekommen. Litauen muss einstweilen mit der Hälfte der versprochenen Dosen vorlieb nehmen. Die Regierungen der EU-Staaten stehen da wie begossene Pudel: »inakzeptabel« sei der Alleingang des großen BionTech-Herrschers Ugur Sahin. Sahin, by the way, ließ die gläubige TV-Gemeinde wissen, er lasse sich und seine eigenen Mitarbeiter zunächst nicht impfen. Sie müssten schließlich noch gesund und arbeitsfähig bleiben.

Die schon lange als Pharmavertreter agierenden Regierungschefs sind »tief besorgt«. Die Presse baut gerade künstlich eine oppositionelle Stimmung auf. Anzuprangern ist doch eigentlich, dass hier ein Impfstoff auf Schwache und Alte losgelassen wird, der noch gar nicht ausreichend erprobt ist. Stattdessen schimpft die Presse viel lieber, dass die Regierenden nicht liefern können: Millionen unserer schwächsten Mitmenschen werden fahrlässig dem Corona-Tod ausgesetzt, weil das rettende Vakzin fehlt! Die grüne Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher aus Brandenburg tröstet die besorgten Angehörigen: »In Pflegeheimen wird weiter geimpft!« Auch die unverzichtbare zweite Dosis (»nur ein Pieks«) gelangt planmäßig in den Körper der Senioren. Na, Gates sei Dank!

AUSSTOSS STEIGERN AUF 2 MILLIARDEN DOSEN

Das Ganze ist sowieso nur ein medialmanipulativer Sturm im Reagenzglas. Selbstverständlich können BionTech und Pfizer liefern. EU-Chefin Ursula von der Leyen rief panisch beim Pfizer-CEO Albert Bourla an. Bourla – übrigens auch ein Tierarzt – versicherte der verängstigten von der Leyen, Pfizer und BionTech wollten 2021 nicht nur die verabredeten 1.3 Milliarden Impfdosen produzieren. Ganz ruhig! Wir wollen sogar den Ausstoß steigern auf 2 Milliarden Dosen! Und dafür muss jetzt mal kurzfristig die Produktion zurückgefahren werden. Denn jetzt soll nicht nur im belgischen Örtchen Puurs produziert werden, sondern zusätzlich noch im mittelhessischen Marburg und obendrein in Halle/ Westfalen. 

MIT FRISCHEM GELD IN DEN TASCHEN AUF EINKAUFSTOUR

Ugur Sahin kann das locker schultern. Denn sein Unternehmen BionTech wurde im letzten Jahr von Politikern und Medienhemmungslosaufgeblasenzum großen Corona-Hoffnungsträger. Der BionTech-Hype machte das Unternehmen an der Börse höherwertiger als die Deutsche Bank. Das spült frisches Geld in die Taschen. So kaufte Sahin im letzten Herbst mal eben die Novartis-Anteile an den Behring-Werken in Marburg. Die Behring-Werke gehörten früher dem Höchst-Konzern und wurden dann zerschlagen in Einzelteile. So tummeln sich auf dem Behring-Gelände Labore von GlaxoSmithKline, CSL Behring (Commonwealth Serum Laboratories aus Australien) und neuerdings BionTech. BionTech kontrolliert die gesamten Behringwerke durch die ebenfalls im Herbst gekaufte Firma Pharmaserv.

EIN ZUSAMMENSCHLUSS DER PHARMAKONZERNE IN MARBURG 

Wie kann das sein, dass Werksanlagen konkurrierender Pharma-Weltkonzerne in Marburg allesamt von Herrn Sahin kommandiert werden? Die Antwort: Alle Pharmakonzerne sind irgendwie miteinander verbandelt. Ständig werden Werkskomponenten vom einen zum anderen Globalkonzern hin und her verschachert. Und immer wieder finden sich traditionelle Konzerne zusammen zu einem Tandem mit jungen Start-Up-Unternehmen: Biontech und Pfizer; demnächst wollen CureVac und Bayer ins lukrative neue Geschäft mit genetischen Impfstoffen einsteigen. GlaxoSmithKline und Sanofi haben sich gerade mit einem Vakzin bis auf die Knochen blamiert. Astrazeneca, eine britisch-schwedische Fusion, bekommt im Februar die Zulassung durch die europäische Impfbehörde EMA. Der Impfstoffhersteller Moderna hieß ursprünglich ModeRNA und machte schon im Namenszug sein Interesse an genetisch operierenden Impfstoff deutlich. Seit Januar ist der Moderna-Impfstoff in der Europäischen Union zugelassen. 

DIE KARTELLBEHÖRDEN SEHEN SCHWEIGEND ZU

Und sie alle sind, wie gesagt, irgendwie miteinander verbandelt ohne dass irgendeine Kartellbehörde jemals in dieser Angelegenheit tätig gewesen wäre. Das traute Miteinander auf dem Behring-Gelände in Marburg erklärt sich daher, dass der britische Pharmariese GlaxoSmithKline gerade mit dem amerikanischen Riesen Pfizer zu einem Superriesen verschmilzt. Angefangen hat das damit, dass die beiden Giganten ihre rezeptfreien Gesundheitsprodukte ausgegliedert und zu einem neuen Konzern zusammengeführt haben. Zuvor bereits hatte Novartis seine Produktion rezeptfreier Gesundheitsartikel mit GlaxoSmithKline verschmolzen. Da trifft es sich doch gut, dass gerade jetzt im Zeitalter der Corona-Angst überall der exzessive Verbrauch von Produkten der drei Riesen zur Pflicht wird: kein Zahnarztbesuch ohne vorherige Mundspülung mit Chlorhexamed. Eine Agent Orange-Attacke auf die natürliche Mundflora, die ja bekanntlich für die Abwehr feindlicher Mikroorganismen unverzichtbar ist. Odol, Sensodyne, Voltaren – alles aus dem Hause GlaxoSmithKline geht jetzt weg wie warme Semmeln. 

PHARMAGIGANTEN GEBEN MARSCHBEFEHL VOR

Doch für die Chefin von GlaxoSmithKline, Emma Walmsley, ist das noch nicht genug: »Die Vollendung des Joint Ventures mit Pfizer markiert den Beginn unserer Umwandlung von GlaxoSmitKline. Das legt den Grundstein für zwei neue große Unternehmen, nämlich eines für Pharmazeutika sowie Impfstoffe, und das andere für rezeptfreie Gesundheitsartikel.« Novartis, GlaxoSmithKline und Pfizer sind dann unwiderstehlich. Eine solche Marktzusammenballung ist natürlich in der Lage, Nationalstaaten den Marschtritt in der Massenimpfung gegen alle möglichen gefühlten oder echten Pandemien noch mehr als bisher vorzuschreiben. Vereint fühlt man sich denn auch stark für den Augenblick, wenn Pharmahersteller in Indien, China und in anderen Schwellenländern sich nicht mehr damit bescheiden, die Produkte der westlichen Giganten in Lizenz oder im Auftrag zu fertigen, sondern mit eigenen Entwicklungen die Vormacht des Westens zu brechen. 




Dieser Text erschien in Ausgabe N° 34 am 22. Jan. 2021




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