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Hinein zum 1. Mai!

Von Hendrik Sodenkamp

Theater sind gesellschaftliche Aushandlungsorte. Hier werden die Fragen behandelt, die eine Gesellschaft umtreiben. In der Vergangenheit konnten wir beobachten, dass diese Institutionen gerade dann wichtig waren, wenn große gesellschaftliche Umbrüche stattfanden.

Niemand bezweifelt, dass wir gerade einen Umbruch von historischem Ausmaß erleben. Selbst eine sonst recht trockene Bundeskanzlerin bezeichnet die derzeitige Situation als den größten Einschnitt seit dem Zweiten Weltkrieg. Manche gehen von einer Tragweite aus, welche mit der des Ersten Weltkrieges vergleichbar ist, andere gar der Renaissance. Die Theater aber sollen geschlossen bleiben?

»Konzerthäuser, Theater und Opernhäuser dürfen bis einschließlich 31. Juli nicht öffnen«, so verkündete es die Stadt Berlin am 21.04.2020. »Kinos und ähnliche Einrichtungen, Messen und Spezialmärkte, Clubs und Diskotheken, Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen und Ähnliches sowie Prostitutionsstätten« bleiben »ebenfalls bis zunächst 10. Mai [!] geschlossen«. In den anderen Städten des Kontinents sieht es ähnlich aus.
Während Shopping Malls geöffnet und der Autokauf erlaubt wird, werden Versammlungsorte verschlossen, die in der Verfassung durch die Kunstfreiheit geschützt sind? Bühnen, die es uns ermöglichen, in die Verhandlung über unser aller Zukunft einzugreifen, sie zu kommentieren oder selber zu bestimmen?

Am Rosa-Luxemburg-Platz steht die Volksbühne. Kein Mäzen, kein Kardinal, kein reicher Bürger und auch kein Staat haben sie gebaut. Das Theater wurde von uns Leuten finanziert, hochgezogen und betrieben. Sie gehört somit uns allen und wir können über sie verfügen.

Der berufspolitisch bestimmte Interimsintendant Klaus Dörr hat diese Woche bekannt gegeben, das Haus bis zum Ende der Spielzeit leer stehen zu lassen. Unzugänglich für die Stadt und die Menschen der Republik, die sie gerade jetzt als Aushandlungsort benötigen. Das können und werden die KünstlerInnen nicht zulassen wollen.

Am 01. Mai 2020 beginnt allem Anschein nach an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz die »Notstands-Intendanz«. Aus der Stadt, dem ganzen Land und der Welt werden Menschen an dieses Haus kommen und diejenige Frage behandeln, die jetzt öffentlich verhandelt und beantwortet werden muss. Denn weder wird sie in den Parlamenten besprochen, noch wird sie televised.

Die Frage ist in Anbetracht des Zusammensackens der Neoliberalen Epoche und deren Herrschaftssystem sehr konkret: Wie wollen wir ab jetzt wirtschaften und uns politisch organisieren? Eine Verfassungsgebende Versammlung der Ökonomie, geschützt durch die Kunstfreiheit soll es sein.

Wie bei allen umwälzenden Prozessen wird es dabei auch zu einer Reihe von ästhetischen Umbrüchen kommen, neue Wahrnehmungen des Menschen werden entworfen und verworfen, tumultartige Szenen werden sich ereignen. Es wird Klaus‘ größte Leistung gewesen sein, nichts dagegen unternommen zu haben.

Die Hygiene soll wohl eingehalten werden. Bis zum 1. Mai ergeben sich demnach vier Forderungen an die sich vorbereitende Intelligenz:
1. Sofortiger Rückzug aus dem Privaten
2. Einhaltung und Wahrung der Grenzen der Vernunft
3a. Endgültige Anerkennung des Abschlusses einer Epoche
3b. Bereitschaft dazu, Wiederaufbauhilfe zu leisten. Denn man hört:

»HINEIN ZUM 1.MAI — DIE VOLKSBÜHNE WIRD WIEDER ERÖFFNET!«




Dieser Text erschien in Ausgabe N° 2 am 23. Apr. 2020




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