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Bericht

Zwischen Euphorie und Angst vor unserem Staat in Sachsen

Von MitstreiterInnen von Nicht ohne uns! und Paul Stephan

Der Leipziger Arm von Nicht ohne uns hat sich Anfang April konstituiert. Angefangen hat es mit täglichen Treffen vor der Nikolaikirche – ein Ort, den wir uns nicht zufällig ausgesucht hatten, fanden hier doch die ersten Montagsdemonstrationen statt, die 1989 wesentlich dazu beitrugen, das SED-Regime zu Fall zu bringen. Diesmal wollen wir einfach unser Grundgesetz erhalten. Und eine faire basisdemokratische Verhandlung der Wirtschaftsgesetzgebung.

Wir spazierten mal länger, mal kürzer gemeinsam durch die Stadt und verteilten Flugblätter und Grundgesetze. Wir wuchsen schnell, erhielten auch einigen Zuspruch von den Passanten.

Unser Hauptproblem war von Anfang an, dass in Sachsen sehr strenge Corona-Auflagen gelten. Wir gehen zudem davon aus, dass die sächsischen Beamten von Polizei und Ordnungsamt eher weniger ‚kulant‘ sind als in anderen Bundesländern, auch wenn Leipzig eine recht linksliberale Stadt ist. Unsere Vorsicht bestätigte sich durch Warn- bzw. Drohmails vom Ordnungsamt.

Die Mail ließ unsere Anfangseuphorie ein wenig abflauen. Manche verließen die Gruppe. Für alle wurde jetzt auf jeden Fall klar: Ja, wir stehen tatsächlich unter behördlicher Beobachtung und die meinen es auch wirklich ernst. Wir haben uns daher entschieden, die Spaziergänge vorerst abzusagen und nach legalen Möglichkeiten des Protests zu suchen. Wir rufen etwa dazu auf, jeden Tag um 18 Uhr das Lied Die Gedanken sind frei zu singen.

An Ostern haben wir zudem in einigen Leipziger Parks kleine Tüten mit Ostereiern, Flyern und Grundgesetzen versteckt. Das politische Handeln wird gerade auch auf ganz banalen Ebenen erschwert. Man darf sich ja auch nicht treffen, um sich einfach mal zu besprechen, Copyshops sind auch geschlossen und wo könnte man jetzt Stoff herbekommen für ein Transpi?

Es wird auf jeden Fall weitergehen. Einige von uns sehen den 1. Mai als Chance, neben den liberalen Themen von Nicht ohne uns! (Versammlungsfreiheit und alle weiteren Rechte) auch soziale und ökologische Themen auf die Liste zu setzen und neue Bündnispartner auch im linken Spektrum zu gewinnen. Viele sind noch sehr schläfrig — Faulpelze!

Unser Motto jedenfalls: Nicht ohne uns Sachsen – WIR (frz. nous) sind der Freiheitsgeist (altgr. nous)!




Dieser Text erschien in Ausgabe N° 1 am 16. Apr. 2020




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