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Kulturkulissen

Von anonym

In der Online-Ausgabe wurde der Name der Autorin auf Wunsch dieser anonymisiert.


Es darf nicht wahr sein, dass die pauschale Diffamierung von Menschen, die sich derzeit berechtigte Sorgen um die unangemessene Einschränkung unserer Freiheits- und Bürgerrechte und um unsere KUNSTFREIHEIT machen, noch dazu an im Moment mit Spielverboten verhängten großen Bühnen, so weit geht! Aus dieser Diffamierung schreit eine unverschämte Eitelkeit, die ihre eigene verhangene Seelenkulisse in den Mittelpunkt rückt — und dies an einem Platz, der den Namen von Rosa Luxemburg trägt.

Es geht um die Freiheit der Andersdenkenden, die derzeit weder in Medien noch in der Politik repräsentiert werden und somit gezwungen sind, sich selbst sichtbar zu machen!

Die Initiative kommt mitnichten von rechts, nur sind die Akteur*Innen leider nicht befugt, Platzverweise an Nazis zu erteilen (die meisten davon V-Leute, die gezielt eingesetzt werden, Red.), die später abstruse Handyvideos veröffentlichen. Von Anfang an positionierte sich der Demokratische Widerstand klar gegen die vereinzelten rechtsextremen Querulanten, die sich unerwünscht unter die friedliebenden Menschen auf den sogenannten Hygiene-Demons mischten. Ich beobachte mit Sorge, dass im Moment leider alle, die Kritik an der Corona-Diktatur üben, in den allgemeinen Medien als Verschwörungstheoretiker, Rechte oder gar Gefährder der Gesellschaft diffamiert werden. Und dass wissenschaftliche Studien, die den Virus als nicht fantastisch gefährlich outen, als handwerklich schlecht verunglimpft werden. Das ist in meinen Augen die größere Gefahr!

Diese neuen Banner und auch die lächerlichen Gesprächsrunden am 1. Mai im Grünen Salon an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz sind in meinen Augen der anschauliche Gipfel der Inhaltslosigkeit der Interimsleitung der Volksbühne, in die mit der versuchten Namensstreichung am Rosa-Luxemburg-Platz ein schwarzer Krater gerissen wurde.

Die Regierungsfans baden wohl gerade lieber in der Isolation und lassen sich hingebungsvoll durch Verordnungen treiben! Schreiben Sie sich doch erstmal den Namen des Platzes wieder auf Ihre Fahne, bevor Sie sich erlauben, über eine weitere Neue Rechte zu sabbern! Kinder würden zu soetwas den Gesang anstimmen: »Selber Selber, lachen alle Kälber!«

Leider stehen die Theater- und Opernhäuser wirklich wie Kulissen in den lahmgelegten Städten einer in Panik verfallenen, kaltgestellten Gesellschaft. Denn es hängen keine Banner an den Häusern, die ein Ende der Beschränkungen, ein Ende des Spielstops oder ihre KUNSTFREIHEIT einfordern!

Ich frage mich seit Wochen, wann sich die Bühnen unseres Landes endlich ausdrucksstark und künstlerisch gegen die Abschaffung der Freiheitsrechte positionieren. Es wäre nicht schlimm, Zweiter zu sein.




Dieser Text erschien in Ausgabe N° 4 am 07. Mai 2020




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