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Meditieren auf dem Jungfernstieg

Von Dijana Ilic

Friedlicher Widerstand in Hamburg. Die Polizei hält sich an das Grundgesetz. Corona-Regime-Fans geben auf. Wir sind mehr!

15:10 Uhr
Wir spazieren mit der Zeitung »Demokratischer Widerstand« (DW) und dem Grundgesetz in der Hand über den Jungfernstieg. Menschen mit demselben Anliegen spazieren uns entgegen. Wir sind wach und konzentriert wie jeden Samstag, haben Augen und Ohren offen. Doch wo ist das sonst so präsente Aufgebot der Polizei? Wir wundern uns. Es ist ruhig und friedlich. Man lässt uns gewähren.

15:20 Uhr
Wir erreichen den Platz am Jungfernstieg, der von weitem als »Versammlungsort« zu erkennen ist: Menschen, die ihre Decken und Matten mit Abständen ausbreiten. Menschen, die mit DW, Grundgesetz und Wasserflasche ausgestattet, bereits ruhig und konzentriert auf dem Boden Platz genommen haben. Menschen mit Plakaten, die Freiheit fordern. Menschen mit Mundschutz und gefüllten Shoppingtaschen, die stehen bleiben und gucken. Aber noch immer keine Polizei.

Wir fragen die Organisatoren, 3-4 Menschen mit weißer Armbinde, ob wir hier noch Platz nehmen dürfen. »Ja, geht nach hinten durch.« Gut. Wir breiten uns mit ausreichend Abstand zur nächsten Person aus, setzen uns in den Schneidersitz.

Angemeldet und genehmigt sind 25 Personen. Sofort ist klar, wir sind mehr. Nachher erfahre ich, wir waren mehr als 40. Immer noch davon überzeugt, dass die Polizei das Treffen auflösen wird, verteile ich noch den DW und spreche den anderen Mut zu.

15:25 Uhr
Ich sitze trotz Hamburger Schmuddelwetters meine Sonnenbrille auf, weil ich mit Sichtschutz alles im Blick behalten möchte. Ich gehe eh fest davon aus, dass Meditation, wie ich sie sonst in Tiefe und Ruhe praktiziere, nicht möglich sein wird.

15:28 Uhr
Ein Sprecher und Organisator erklärt, dass der DW etwas weiter an einem Kiosk mit 4.000 Exemplaren bereitliegt, mit der Bitte, nach der Meditation bei der Verteilung zu helfen. Ein anderer verteilt Texte und fordert uns auf, egal wie schief es klingt, gleich zur Einstimmung mitzusingen.

15:30 Uhr
Alle stimmen ein: Wir singen Pippi Langstrumpf! Und so schief klingt es gar nicht. Dann wird es ruhig. Wir gehen in die Meditation. Doch nur für ein paar Sekunden. 13 bis 15 schwarz vermummte Fake-»Antifas« stehen vor der meditierenden Gruppe, erzeugen mit einem Gerät ein sehr unangenehmes Pfeifgeräusch. Unruhe kommt auf. Doch alle bleiben sitzen. Der Organisator und zwei andere Helfer fordern die vermummten Störer in den schwarzen Hemden auf, sich sofort zu entfernen. Deeskalierend und die Worte genau wählend, aber laut und deutlich und verstärkt durch Gestik mit den Armen. Es dauert ein bisschen, aber dann funktioniert es! Die Schwarzhemden ziehen weiter und wir haben endlich das Gefühl eines geschützten Raumes. Ich denke und freue mich im Stillen: WIR SIND MEHR! Es fängt an zu regnen, wir spannen Regenschirme und setzen Kapuzen auf, bleiben aber sitzen.

15:30 bis 16:30 Uhr
Die Stunde kommt mir sehr lang vor. Doch während der Meditation werde ich in meiner vorherigen Meinung eines Besseren belehrt: Friedliche Energie breitet sich aus. Ich komme tatsächlich in eine tiefe Meditation.

16:30 Uhr
Wir stehen auf. Lächeln. Ich sehe drei Mannschaftswagen der Polizei und acht Polizisten weiter vorne stehen. Doch sie behelligen uns nicht. Da so viele Menschen mit Grundgesetz spazieren gehen und viele Schaulustige, die uns fotografieren, durch die Meditierenden laufen, beobachtete die Polizei einen »Versammlungscharakter« und löste mit dieser Begründung die gerade beendete, friedliche Meditation auf.

Zum friedlichen Ende:
Lächeln, bedanken, miteinander sprechen, Zeitungen verteilen. All das war – trotz Auflösung — noch möglich. Und dann mein absolutes, mich zutiefst berührendes Highlight: Ein Polizist nimmt sich von einem ausgelegtem Stapel die Zeitung des Demokratischen Widerstands — breitet sie aus und fängt an, darin zu lesen...

DANKE. Und bis nächste Woche.




Dieser Text erschien in Ausgabe N° 4 am 07. Mai 2020




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